SPD will geschlossener und selbstbewusster auftreten
08. Mai 2010 0 KommentareDie SPD in Bad Lauterberg will in Zukunft wieder geschlossener und selbstbewusster auftreten. Nach einer ausführlichen und sehr offenen Diskussion über Meinungsverschiedenheiten soll nun der Blick auf die Kommunalwahl 2011 gerichtet werden. Und dafür hat eine Arbeitsgruppe schon viel Vorarbeit geleistet, berichtete Vorsitzender Ingo Fiedler gestern auf einer Mitgliederversammlung. Für den Bürgermeisterkandidaten gebe es mehrere Bewerbungen.
Die Mitglieder sollen im Herbst über den Kandidaten abstimmen. Qualifikationen, die ein Bürgermeister haben sollte, habe die Arbeitsgruppe in einer Handlungsempfehlung zusammengestellt.
Für die Liste der Stadtratswahl habe man bisher 14 Kandidatinnen und Kandidaten, deren Durchschnittsalter unter 50 Jahre liege, berichtete Fiedler. Das Durchschnittsalter der jetzigen Ratsfraktion liege bei 57 Jahren. Es werde also eine Verjüngung eintreten, prognostizierte er. Für die Kreistagswahl habe die SPD Bad Lauterberg bisher fünf Kandidaten.
In den nächsten Monaten werde die Arbeitsgruppe einen Entwurf für das Wahlprogramm erstellen, über das die Mitglieder im kommenden Frühjahr abstimmen werden. Rückblickend auf das Programm der vergangenen Kommunalwahl sei festzustellen, dass die SPD in der Stadt fast alle Ziele erreicht habe, angefangen vom Zukunftskonzept für die Stadt, Nutzung des Konjunkturprogramms II für die Grundschulen, über mehr Krippenplätze, bessere Spielplätze und mehr Bürgerbeteiligung, Bäume in der Bahnhof- und Wissmannstraße bis hin zum Plan einer winterlichen Schlittschuhwiese im Kurpark. "Wir haben viel erreicht, wir können stolz auf unsere Arbeit sein", sagte der Vorsitzende in seinem Bericht. Schließlich habe man auch den Kontakt zum DGB wieder aufgenommen, um gemeinsame Ziele zu entwickeln.

Ortsvereins-Vorsitzender Ingo Fiedler (l.) und sein Stellvertreter Gerhard Oberländer (r.) mit den für ihre Treue geehrten Mitglieder: v. l. Klaus Müller (40 Jahre), Hein Mackrodt (55 Jahre), Volkmar Rudolph (15 Jahre), Sven Moser (30 Jahre), Pascal Mellnik (5 Jahre) und Josef Peselmann (40 Jahre).
Foto: Bleß
In seinem Bericht über die Arbeit der Ratsfraktion forderte Vorsitzender Holger Thiesmeyer ebenfalls, dass die SPD wieder mehr ihre Erfolge herausstellen sollte als Schwierigkeiten in einzelnen Punkten. Denn es sei zum Beispiel der SPD-Bundesabgeordnete Thomas Oppermann gewesen, der den Anstoß für den Baubeginn der B 243 gegeben habe. "Das müssen wir auch so in die Bevölkerung tragen", sagte er.
Um eine gymnasiale Oberstufe für die KGS zu bekommen, arbeite man mit der CDU, BI, den Grünen, dem Bürgermeister und den Lehrern der KGS in einer Arbeitsgruppe zusammen. Man sei sich einig, dass politisch jetzt nicht der richtige Zeitpunkt sei, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Das Thema bleibe aber auf der Tagesordnung. Thiesmeyer kritisierte in diesem Zusammenhang, dass Professor Dr. Berend Willms (FDP) sich nicht an der Arbeitsgruppe beteilige, sich aber mit Leserbriefen zu Wort melde, ohne den Diskussionsstand zu kennen.
Für alle Ortsteile und die Kernstadt habe die SPD-Fraktion etwas erreicht, sei es das neue Dach für die Barbiser Grundschule, die Sanierung der Sporthalle in Bartolfelde oder die Übertragung des Dorfgemeinschaftshauses Osterhagen an den Schützenverein. Auch sei mit Hilfe der SPD das Gespräch um Verbesserungen des Kurhauses wieder aufgenommen worden. Ebenso habe die SPD erreicht, dass die Verwaltung Anliegern vor Straßenbaumaßnahmen einen ungefähren Betrag nennt, mit dem sie an der Maßnahme beteiligt werden. "Dann hat jeder Anlieger eine Vorstellung, was ungefähr auf ihn zukommt."
Endlich sei es auch gelungen, 15 neue Krippenplätze für das neue Kindergartenjahr bereitzustellen. "Wir haben den Bürgermeister immer wieder angeschoben." Gerade die frühkindliche Erziehung sei wichtig für die Entwicklung der Kinder. Schließlich sei auch die Idee, ein Stadtleitbild zu erstellen, um ein Konzept für die Zukunft zu haben, in Reihen der SPD-Fraktion entstanden. In diesem Zusammenhang stellte er lobend die fleißige Vorarbeit von Susanne Kinne heraus.
Inhaltlich unterstützten die Mitglieder dieses Bestreben sehr, indem sie ermutigten, die Gewerbetreibenden zu unterstützen, damit neue Arbeitsplätze entstehen. Auch das Schickert-Gelände biete sich für ein "weißes emissionsarmes Gewerbe" an. Die Zukunft der Stadt liege in neuen Arbeitsplätzen, denn nur wer hier Arbeit habe, bleibe hier. Junge Familien brauchten nicht nur Bildungseinrichtungen, sondern vor allem berufliche Perspektiven.
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